
Ist es ein romantisches, auf Ewigkeit angelegtes Liebesversprechen oder doch „nur“ ein lebens- und gesellschaftsprägender Vertrag? In unserer bissigen Dramödie nehmen wir die Ehe unter die Lupe: Was hat Liebe wirklich damit zu tun?
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm – oder manchmal sogar sehr weit? So jedenfalls scheint es bei Suna und ihrer Mutter Hannah. Suna hat ihren eigenen Lebensentwurf gefunden, weit entfernt von dem, was Hannah sich für ihre Tochter erträumt hat. Als Suna verkündet, ihren langjährigen Freund Marius heiraten zu wollen, kommt Hanna ins Wanken und es beginnt ein scharfer aber auch komischer Wortkampf um die Wahrheit, um das letzte Wort, um ein Recht haben wollen zwischen zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich doch ähnlicher sind, als sie denken. Ein Gefecht um Verantwortung: gegenüber sich selbst, dem eigenen Geschlecht, der Gleichstellung und gegenüber dem Feminismus. Suna und Hannah werfen sich ihre Wahrheiten an den Kopf, stolpern über Erwartungen und ringen um Freiheit, Liebe und Sinn.
Dieses Stück stellt Fragen, statt Antworten zu liefern – und vielleicht wirft es beim Publikum die wichtigsten davon neu auf: ist unser konventionelles Denken nicht längst veraltet? Was bleibt von der Liebe, wenn die Ehe ins Wanken gerät? Und was ist Liebe überhaupt?
Regie & Stück: Theresa Hanich
Es spielen : Elisabeth Rass & Christina Matschoß
Regieassistenz: Korinna Krauss
Musik, Technik, Video: Philipp Hanich
Kostüm, Bühne: Annett Lausberg
Lektorat: Petra Bradatsch
Dauer: ca. 80 Minuten ohne Pause
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Inspiriert durch das Buch Das Ende der Ehe von Emilia Roig.
Mit Texten aus „Das Ende der Ehe“ von Emilia Roig und Nicole Zacharias alias @zachi_unplugged
PRESSESTIMMEN:
Theresa Hanich schafft es mit ihrem Werk unser konventionelles Denken über die Ehe ins Wanken zu bringen und dennoch nicht zu verurteilen. Ihr Stück „Als hätte das was mit Liebe zu tun“ hinterlässt einen Koffer voller Fragen, die den Zuschauer weit über den Theaterabend hinaus begleiten und vollbringt damit genau das, was Theater im besten Falle bewirken kann.
Flora Roenneberg auf Bayern2 Kulturleben
Theresa Hanich hat mit “Als hätte das was mit Liebe” zu tun ein flottes, ausgewogenes, auch lustiges und nachdenkliches Zwei-Personen-Stück geschrieben. Hier treten Elisabeth Rass als Hanna und Christina Matschoß als Suna in einer sehr herzlichen und warmen Atmosphäre gegen- und miteinander an. Eigentlich sind sie sehr innig verbunden, doch diese Ehe-Sache, die bringt kurz eine Unwucht in ihre Beziehung. (…) Schnuckelig ist es in diesem Theaterchen, gleichzeitig professionell. Und da die Plätze rar, die Produktionen aber charmant sind, sind die Karten immer schnell vergriffen.
Yvonne Poppek in der Süddeutschen Zeitung
In Anlehnung an “Das Ende der Ehe” von Emilia Roig hat sich Theresa Hanich intensiv mit dem Thema befasst und sich mit Elisabeth Rass und Christina Matschoß zwei großartige Frauen unterschiedlicher Generationen an Bord geholt. Diese liefern sich in rosaroter Mini-Küche ein unerbittliches Wortduell über die patriarchale Institution. Mindestens ebenso spannend wie das Dilemma der Figuren ist ihr Verhältnis als Mutter und Tochter zueinander. Trotz gegensätzlicher Positionen teilen sie Zweifel, Hoffnungen und Sehnsüchte – und stellen sich derselben Frage: Was hat Ehe eigentlich mit Liebe zu tun?
Anna Beke im Münchner Merkur
Der inszenierenden Autorin Theresa Hanich geht es in erster Linie um die Dialoge, die Argumente, die Elisabeth Rass und Christina Matschoß überzeugend aufeinanderprallen lassen. (…) In einer detailreich eingerichteten Küche treten die beiden in den Clinch und finden im Laufe ihrer Diskussionen näher zusammen. Nebenbei lässt Theresa Hanich gewitzt, weil ganz alltäglich ihre beiden Schauspielrinnen in der Küche herumhantieren.
Michael Stadler in der AZ

